Behandlung Osteoporotischer Wirbelbrüche - Orthopädie Düsseldorf
Die Osteoporose ist eine Erkrankung des Knochensystems und führt zu einem fortschreitenden Knochenabbau. Während die Knochendichte bis etwa zum 30. Lebensjahr ihr Maximum erreicht, nimmt sie danach kontinuierlich ab. Zwar wird weiterhin Knochenmasse gebildet, jedoch nicht in ausreichendem Maß, um den Abbau auszugleichen. Dadurch verlieren die Knochen an Stabilität, und das Risiko für Frakturen steigt. Eine typische Verletzung im Alter ist der Oberschenkelhalsbruch.
Auch die Wirbelkörper können betroffen sein. Durch den Knochenschwund verlieren sie an Stabilität und können bereits bei geringer Belastung brechen. Diese sogenannten osteoporotischen Wirbelbrüche treten vor allem bei älteren Menschen auf, insbesondere bei Frauen. Sie verursachen oft starke Schmerzen und schränken die Beweglichkeit erheblich ein, was wiederum Folgeerkrankungen wie Thrombosen oder Lungenentzündungen begünstigen kann.
Sind mehrere Wirbel betroffen, kann es zu einer Rundrückenbildung (Kyphose) kommen, die zusätzlich Beschwerden verursacht.
Die Behandlung osteoporotischer Wirbelbrüche (Wirbelbruch-Behandlung) erfolgt je nach Schweregrad. In vielen Fällen reicht eine konservative Therapie mit Schmerzmitteln, Schonung, Physiotherapie sowie einer gezielten Osteoporosebehandlung (z. B. Calcium, Vitamin D und spezifische Medikamente). Bei anhaltenden Schmerzen können minimalinvasive Verfahren wie Vertebroplastie oder Kyphoplastie eingesetzt werden, um den Wirbel zu stabilisieren. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um Schmerzen zu lindern, die Mobilität zu erhalten und Komplikationen zu vermeiden.
Die Behandlung von osteoporotische Wirbelbrüchen
Wie immer, wird Ihr Orthopäde in Düsseldorf versuchen, eine Behandlung zunächst auf konservative Weise durchzuführen. Das hängt natürlich vom Stadium der Erkrankung ab. Um die Schmerzen zu lindern, wird mit Schmerzmitteln therapiert, um diese zu dämpfen. Gleichzeitig wird sanft versucht, die Mobilität mit physiotherapeutischen Maßnahmen wieder herzustellen. Man muss mit einer Behandlungsdauer von drei bis vier Monaten rechnen.
Vertebroplastie & Kyphoplastie
Vertebroplastie
Die Vertebroplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von osteoporotischen Wirbelbrüchen. Hierbei wird Knochenzement durch einen kleinen Zugang am Rücken in den beschädigten Wirbelkörper eingebracht. Diese Methode stabilisiert den Wirbel, lindert Schmerzen und verbessert die Mobilität. Im Vergleich zu anderen Verfahren, wie der Kyphoplastie, ermöglicht die Vertebroplastie jedoch nur eine begrenzte Aufrichtung des Wirbels.
Kyphoplastie
Die Kyphoplastie ist eine minimalinvasive chirurgische Methode zur Behandlung von osteoporotischen Wirbelbrüchen. Im Gegensatz zur Vertebroplastie wird bei der Kyphoplastie zunächst ein Ballonkatheter in den betroffenen Wirbel eingebracht und aufgeblasen, um den Wirbelkörper wieder aufzurichten. Anschließend wird der entstandene Hohlraum mit Knochenzement gefüllt, um die Stabilität wiederherzustellen und die Schmerzsymptome zu lindern.
Die Vertebroplastie und Kyphoplastie bieteten eine effektive und sichere Option zur Behandlung von Wirbelbrüchen, insbesondere wenn konservative Therapien versagen.
Stabilisierung durch ein Titankäfig-Implantat
Diese Methode ist noch relativ neu, erzielt aber beste Behandlungserfolge. Dieser Titan-Käfig wird wie ein Spreizdübel durch ein kleines Loch in den Wirbel eingeführt und richtet ihn wieder auf. Danach wird ebenfalls mit Knochenzement stabilisiert. Das Implantat verwächst mit dem Knochen und bietet ein stabiles Gerüst. Eine Stabilisierung mit Knochenzement ist deshalb das Mittel der Wahl, da das Knochenangebot durch die Osteoporose verringert ist und eine Fixierung mit Schrauben oft nicht ausreichend funktioniert.
Alle hier beschriebenen operativen Methoden sind für den Patienten schonend und risikoarm. Außerdem stellt sich eine Schmerzfreiheit und eine normale Beweglichkeit oft schon in den folgenden Tagen nach einer Operation ein.
In unserer Praxis sind wir auf osteoporotischen Wirbelbrüche in Düsseldorf spezialisiert. Wir führen sowohl die konservative Behandlung durch als auch eine Operation direkt am Wirbel.
Sollten Sie zu der Patientengruppe gehören, bei der ein Wirbelbruch vorliegt oder zu vermuten ist, sind wir für Sie der richtige Ansprechpartner. Ihr Wohlergehen ist uns sehr wichtig und deshalb stehen wir Ihnen für eine kompetente Untersuchung und ein persönliches Beratungsgespräch gerne zur Verfügung. Vereinbaren Sie einfach online einen Termin oder rufen Sie uns während unserer Sprechzeiten direkt unter der jeweiligen Praxistelefonnummer an. Wir freuen uns auf Sie.
Effiziente und moderne Behandlungsmethoden bei einer Kalkschulter
Häufig gestellte Fragen zum Osteoporotische Wirbelbrüche
Was ist eine osteoporotische Fraktur?
Eine osteoporotische Fraktur ist ein Knochenbruch, der durch Osteoporose verursacht wird, eine Erkrankung, bei der die Knochendichte und -qualität reduziert sind. Dies führt zu einer erhöhten Brüchigkeit der Knochen.
Was darf man bei Wirbelbruch nicht machen?
Bei einem Wirbelbruch sollte man schwere körperliche Aktivitäten und Bewegungen, die den Rücken belasten, vermeiden. Dazu gehören das Heben schwerer Gegenstände und ruckartige Bewegungen.
Wie fühlt sich eine Osteoporose-Wirbelsäulenfraktur an?
Eine Osteoporose-Wirbelsäulenfraktur kann sich durch plötzlich auftretende starke Rückenschmerzen bemerkbar machen, die oft bei alltäglichen Aktivitäten oder geringem Trauma auftreten.
Was ist die beste Behandlung von Osteoporose mit Frakturen?
Die beste Behandlung umfasst eine Kombination aus medikamentöser Therapie, Schmerzmanagement, physikalischer Therapie und Maßnahmen zur Stärkung der Knochen, wie Kalzium- und Vitamin-D-Supplemente.
Welche Lebenserwartung bei Osteoporose?
Die Lebenserwartung bei Osteoporose kann variieren und hängt von verschiedenen Faktoren wie allgemeiner Gesundheit, Schwere der Erkrankung und Auftreten von Frakturen ab. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.
Wie lange dauert es bis ein Wirbelbruch geheilt ist?
Die Heilungsdauer eines Wirbelbruchs kann mehrere Wochen bis Monate betragen, abhängig von der Schwere des Bruchs und der Behandlungsmethode.
Welche Bewegungen bei Wirbelbruch vermeiden?
Bei einem Wirbelbruch sollten Bewegungen vermieden werden, die den Rücken stark belasten, wie das Heben schwerer Gegenstände, Drehbewegungen und Vorwärtsbeugen.